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6. Offene Krebskonferenz 2015

Vorträge, Workshops , Mitmachangebote
für Krebserkrankte, Angehörige, Interessierte

OKK 2015 | 14. November 2015 | 9 – 17 Uhr | Jena
Campus der Friedrich-Schiller-Universität | Ernst-Abbe-Platz

„Du bist kostbar“ – Offene Krebskonferenz verzeichnete Besucherrekord

Größtes onkologisches Patientenforum lockte am Samstag mehr als 1.100 Besucher nach Jena

 Jena – fast 15.000 Menschen erkranken jährlich in Thüringen neu an Krebs. Die Diagnose ist ein Schock, denn sie trifft die meisten Menschen völlig unerwartet, zudem löst sie große Ängste aus. Fragen wie „Warum gerade ich?“, „Wie geht es weiter?“, „Welche Therapiemöglichkeiten habe ich?“, „Welche Prognose?“, „Wo werde ich am besten behandelt?“, aber auch „Welche (auch finanzielle) Unterstützung steht mir zu?“ bewegen die Betroffenen und der Informationsbedarf ist bei Krebspatienten besonders hoch. „Im Schockzustand nach der Diagnose ist der Patient kaum aufnahmefähig. Wir bestellen ihn daher immer einige Tage später ein, um die Therapieplanung mit ihm zu besprechen“, erklärt Professor Andreas Hochhaus. Aber auch nach dem umfassenden ärztlichen Aufklärungsgespräch bleibe der Informationsbedarf hoch. Es gehe häufig um Nebenwirkungen und ihrem Management, aber auch um Fragen zu Therapiealternativen oder zu sozialrechtlichen Themen. „Es ist nicht immer einfach, diesem Bedarf adäquat im klinischen Alltag gerecht zu werden, wichtig sind daher Anlaufstellen, wo Patienten qualitativ hochwertige, individuelle Beratungen erhalten, wo sich Zeit genommen wird und der Patient sich auch traut nachzufragen, wenn er etwas nicht verstanden hat.“ Ein gutes Beispiel dafür ist das „INFONETZ KREBS“ der Deutschen Krebshilfe und Deutschen Krebsgesellschaft, ein telefonisches Beratungsangebot, das Patienten in allen Phasen der Erkrankung nutzen können. „Aber auch die Landeskrebsgesellschaften leisten für die umfassende Betreuung und Beratung der Patienten einen wesentlichen Beitrag“, betont Hochhaus.

Wie hoch der Beratungs- und Informationsbedarf von Patienten und Angehörigen ist, zeigte auch der hohe Zuspruch der Offenen Krebskonferenz (OKK), die am 14. November erstmals in Thüringen am Campus der Friedrich-Schiller-Universität Jena stattgefunden hat. Mehr als 1.100 Menschen nahmen teil und informierten sich innerhalb des umfangreichen Vortragsprogramms über Diagnose und Therapie der häufigsten Krebserkrankungen sowie über therapieunterstützenden Maßnahmen wie Ernährung, Bewegung oder komplementärmedizinische Möglichkeiten, über neueste Erkenntnisse aus der Krebsforschung sowie über hoffnungsvolle Therapie-innovationen oder auch psychosoziale Fragestellungen. Über 60 Experten standen den Besuchern Rede und Antwort. Neben den Vorträgen hatten diese auch die Möglichkeit, sich individuell beraten zu lassen und Einzelgespräche mit Ärzten, psychosozialen Beratern und Vertretern der Selbsthilfegruppen zu führen. Abgerundet wurde das attraktive Programm durch interaktive, praxisorientierte Mitmachaktionen wie beispielsweise einem Kochstudie oder einem Tanzworkshop.

Prof. Andreas Hochhaus, Vorsitzender der Thüringischen Krebsgesellschaft und Organisator der Offenen Krebskonferenz 2015, zeigte sich erfreut über die große Resonanz. „Die hohe Besucherzahl zeigt, dass wir mit unserer Konferenz einen echten Bedarf decken konnten. Wir haben Betroffene und ihre Familien in den Mittelpunkt gerückt und ihnen damit das Motto der OKK 2015 „Du bist kostbar“ mit Leben erfüllt. Ich danke der Deutschen Krebshilfe und der Deutschen Krebsgesellschaft, dass sie die Offene Krebskonferenz in Jena ermöglicht haben!“

Vorträge                  Ausstellung

 

 

 






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Vorstandsvorsitzender
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Telefon: 03641/9324870
Telefax: 03641/9324202
E-Mail:



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